auf den Hund gekommen

Also ein Krimi kann für mich nicht spannender sein, als bei der Arbeit des Hundeflüsteres Cesar Millan zuzuschauen.

Beim Zappen blieb ich bei einer Serie hängen, die jeden Sonntag Nachmittag im TV läuft. Anders als der deutsche Hundeflüsterer – Martin Rütter – nimmt sich  Cesar Millan die richtigen harten Brocken vor. Hunde, die größer sind als ich, Hunde, die bei uns Leinenpflicht haben, vor den ich schon aus der Ferne Angst entwickeln würde. Und da setzten die ersten Erklärungen des Hundeflüsters schon ein. Spürt ein Hund die Angst…dann wird man zum Angriffsobjekt für sie. Er bringt den Hundehaltern die Regeln im Rudel bei, damit SIE zum Rudelführer werden, denn in den meisten Haushalten, in denen er gerufen wird, hatte der Hund das sagen. Die devote Unterordnung unter seinem Rudelführer macht dem Hund wieder kontrollierbar und zum sicheren und entspannten Hund für seine Umwelt.

Beim Googeln fand ich auch zahlreiche Foren Beiträge, in denen die Arbeit des Hundeflüsterers unter aller Sau bezeichnet wurde — es schlugen mir förmlich hysterische Gemütsstimmungen aus den Foren Beiträgen entgegen. Aber schaue ich mir die Beiträge im TV an..sehe ich Erleichterung bei den Hundehaltern – die Option des Einschläferns ist von Tisch. Mensch und Hund wirken befreit und schauen positiv in die Zukunft.

In seiner Korrektur – so nennt der Hundeflüsterer die Erziehungsmaßnahmen – ahmt er das Verhalten des Rudelführers innerhalb eines Rudels nach. Also ein fester Griff in den Nacken und zwingt den widerspenstigen Hund zur Unterordnung – auf der Seite liegend.

Die Probleme mit den Hunden entstehen, wenn der Mensch den Hund vermenschlich, statt mit entspannter Konsequenz mit ängstlicher (oder ähnlicher Gemütszustände) konfrontiert wird. Das verwirrt den Hund, der sich selber zum Chef macht und das führt zum schwierigem Verhalten des Hundes.

Der Hund spiegelt den Menschen wider..weil er die Gemütsverfassung des Menschen wahrnimmt und diese sich auf ihn überträgt.

Echt spannend 😉

Ostseemaus

Comments

2 Kommentare zu „auf den Hund gekommen“

  1. Avatar von Ola

    Ich mag seine Herangehensweise auch. Erfolge ernten immer viel verschiedenen Stimmen und Meinungen. Und man sollte nicht glauben, dass es immer alles so einfach ist, wie es in 35 Minuten aussieht. Aber so ist es ja auch gar nicht gemeint. Ich habe zwei vom Wesen her supernette Hunde, einfach zu handeln. Und doch dauert der Erziehungsprozess ein Leben lang. Mal wieder ein bisschen aufpolieren, nennen wir solche Erziehungsspaziergänge…

    1. Avatar von flotterblogger

      Der Hund ist in sehr vielen Haushalten zu finden und die Hundehalter machen auf mich nicht alle einen sicheren Eindruck, weil sie ihren Hund wie Menschen behandeln und auch so mit ihm sprechen. Vor einiger Zeit traf ich in einem Park beim laufen 2 junge Fauen mit Kinderwagen und um sie herum wirbelten 2 Rodweiler ohne Leine ch war sprachlos..wie leichtfertig, denn in der Nähe war schon der erste große Spielplatz.

      Ich denke, es liegt in der Natur der Tiere, dass sie sich immer wieder um den Rudelführerposten bemühen und so bleibt das Erzehen auch ein dauernder Prozeß.

      Caesar Millan strahlt in meinen Augen eine ungeheure positive Energie aus. Aber wie du schon sagst..sind Menchen erfolgreich, dann kommen schnell Gegenstimmen. .

Schreibe einen Kommentar