Halloween steht vor der Tür. Die Kinder werden dann wieder als Hexen oder Gespenster um die Häuser ziehen und an jeder Haustür rufen :“Süßes oder Saures“. In der Regel bekommen sie Süßes und der Spukabend war für die Kinder erfolgreich.
Ich will aber nicht über Halloween schreiben, denn das Spektakel geht an mir auch ohne Spuk vorbei. Aber kürzlich erlebte ich einen anderen „Spuk“, wenn man ihn so nennen darf. Es fing ganz harmlos an. In einer Werbepause scollte ich auf meinem Smartphone duch Facebook. Mal sehen, was es neues auf Facebook gibt. Eine der Schlagzeilen verriet den Lesern, dass der DSDS Zweitplatzierte aus 2010 Menowin Fröhlich zum 5 mal Vater wurde. „Na toll“ , dachte ich, mal wieder eine positive Nachricht von einem Sänger, der seit 2010 permanent mit seinen „Dämonen“ zu kämpfen hatte. Seine Vergangenheit hat er leider nicht mit Ruhm bekleckert. Trotzdem glaube ich an ihn und daran, dass er doch eines Tages die Kurve kriegt und seine Fans mit seiner Stimme erfreut.
Dann las ich die Kommentare – nur ein paar – die massenhaft unter dem Artikel standen. Aber die wenigen reichten aus, mir ein Bild zu machen. Ein Kommentar war schlimmer als der andere. Ich kann die zahlreichen Begriffe gar nicht wieder geben, die die Kommentatoren in ihre Tastatur getackert haben. Voller Inbrunst fiel man über den Sänger her. „Der kann doch nur poppen und von Hartz VI leben“ „Der Versager, kann gar nicht für seine Kinder sorgen“ und noch ein Paradebeispiel von inbrünstiger Wertung: “ Der Fruchtzwerg merkt wohl nichts mehr ? Ha er jemals überhaupt ? Nicht verantwortungsvolles tun , sprich Kinder in die Welt setzen ohne an die Zukunft der Kinder zu denken ! Hauptsache es hat Spass gemacht , das ist wichtig , mehr nicht ! Traurige Bilanz für einen eigendlich Erwachsen Menschen ! 👎👎😠😡😵 Erstaunlich viele Frauen haben gepostet und abgepestet. Verstehe ich gar nicht. Wahrscheinlich sind sie noch jung, haben noch schulpflichtige Kinder und wissen nicht, was ihnen ihre Kinder in der Zukunft noch bieten können. Nicht für jedes Kind hält die Zukunft einen goldigen Weg bereit.
Die Variationen der abwertenden Beleidigungen, die von Stapel gelassen wurden sorgten bei mir für Übelkeit. In der Regel übergehe ich solche Kommentare, warum sollte ich Zeit dafür aufwenden und mein Inneres mit negativer Energie aufladen?
Doch im Fall von Menowin Fröhlich hab ich mich doch ins Gespräch gehängt und auch ein Kommentar hinterlassen: „Also mir wird ja wieder schlecht, was für ein ungesunder Geist sich in den meisten Kommentaren widerspiegelt. Ich gratuliere den jungen Vater zu seinem 5.Kindes 🙂🙂“.
Ich hatte das als Kind schon wahrgenommen, die negativer Energie, derer, die mit Vorliebe lautstark abpesten. Dabei hatte ich das Gefühl, dass sie mit jedem Satz einen stinkenden Furz in meiner Gegenwart abgelassen. Ich verzog mich so schnell ich konnte, aus ihrem Dunstkreis.
Wäre jeder Kommentar auf meine 2 Sätze nur ein Stein gewesen, ich wäre ich jetzt eine gesteinigte Frau. Auch in meinem Fall hatte man sich nicht mit Beleidigungen zurück gehalten. Ich wäre unrealistisch, weil ich an den Sänger trotz seiner Vergangenheit an seine Fähigkeit als Vater glauben wollte. Man fragte mich, ob ich vielleicht auch meinen Namen tanzen würde. Eine Anspielung auf Waldorfschule und eine ganz verbissene Kommentatorin unterstellte mir, ich würde wohl noch mehr „ziehen“ als Menowin Fröhlich. Eine Anspielung auf Marihuana? Nein falsch, auf Kokain. Man trat man mit einen verbalen Tritt noch richtig nach.
Zum Glück gab es auch nette Kommentare, auch wenn eher weniger. Bei Kommentaren dran zu bleiben, kostet ja auch Zeit und dafür habe ich auch wenig Zeit Für eine fruchtlose Diskussion werde ich weder Zeit noch Muse aufbringen. Aber ich hatte mal einen Einblick in die negativen geistigen Ergüsse derer Personen, die sich an Menschen die Menowin Fröhlich mit Vorliebe abarbeiten. Irgendwie taten sie mir auch auch leid, denn sie schienen irgendwie bis zum Hals in ihrer Unzufriedenheit stecken.
Jeder ist seines Glückes Schmied und vielleicht bekommt Menowin Fröhlich es doch noch auf die Reihe und gibt seinen Fans, was sie sich von ihm erhoffen, seinen Gesang. Die letzte Nachricht über ihn lässt darauf hoffen


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