auf „los“ geht´s los

...und so war es auch. Eben noch mit dem Alltag beschäftigt und dann heißt es plötzlich: „Koffer packen“ Der Flieger warte nicht. Doch bevor es von Rostock nach Kiel auf die erste Etappe ging,, musste ich meiner Schwester noch am Morgen vor der Anreise darüber informieren, dass ich wahrscheinlich krank anreisen werde, es sei denn, es geschieht noch am Vormittag ein Wunder. Mein Hals fühlte sich nicht gut an und mein Allgemeinzustand fühlte sich zweifelhaft an. Vielleicht hatte ich mich bei einem Jungen im Kindersport angesteckt, der vor Husten und Hitze nicht wirklich sporteln konnte. Die Mutter nahm ihn schließlich aus der Sportstunde und der Kleine übergab mir einen Ableger seines Infektes.

Mit dem Flixbus kam ich für nur 7.99 Euro – nicht schlecht Herr Specht – nach 3, 5 Std in Kiel an. Wir hatten noch den Abend zusammen und am nächsten Morgen um 2.30 Uhr sollte wieder der Wecker klingeln. Um 3.15 Uhr würde das Taxi vor der Tür stehen und uns zum Flughafen nach Hamburg bringen. Aber irgendwie kamen wir auch erst 1 Uhr ins Bett. Also blieben uns noch 90 Minuten Schlaf.

Unter der Bettdecke erwischte mich der Schüttelfrost. Achja.. das war ja noch was. Ich war wirklich krank. Shit. Trotzdem würde der Flieger nicht auf mich warten. Damit wir auch nach kurzer Zeit aus dem Bett finden, stellte ich nicht nur mein Handywecker, sondern auch meine innere Uhr. Auf die konnte ich mich bisher immer verlassen. Und so sollte es auch an dem Morgen sein. Ich schloss die Augen, stellte meine innere analoge Uhr auf 2.30 Uhr und labberte im Geiste mein Unterbewußtsein mit der Weckzeit voll. Kann ich mir nur einmal die Uhr mit der Zeigerstellung genau mit der Weckzeit vorstellen, dann weiß ich, ich werde geweckt.

Und so war es auch. 2.26 Uhr klappten meine Augen auf, d.h. ich war schon vor dem Wecker wach. Aus dem Schüttelfrost wurde in der Zeit unter der Bettdecke ein Heizofen. Mit glühendem Kopf wälzte ich mich aus dem Bett. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich 3 Stunden später im Flieger sitzen würde. Eine Ibuprofen sollte ausreichen, um den Flug gut zu überstehen. Nach 30 Minuten setzte die Wirkung ein. Ich fühlte mich nicht mehr fiebrig.

Überpünktlich hob die „Condor“ vom Flughafen Hamburg ab und glitt wie Butter durch die Luft. Trotzdem wurden wir Fluggäste gebeten, wegen überraschender Turbulenzen die Gurte nicht zu lösen. Aber kaum waren wir über den Mittelmeer, rüttelten die Turbulenzen den Flieger in Intervallen durch. Es fühlte sich wie Wehen an. Erst nur andeutungsweise und in großen Zeitabständen, dann wurden sie heftiger und die Zeitabstände verkürzten sich.

Ich hatte mich schon mit einem Klammergriff an meiner Schwester festgehalten, als der Pilot uns informierte, das man sich gleich auf den Sinkflug begeben würde. Nur noch 45 Minuten, dann würden wir auf Mallorca landen. Das Sommergewitter wäre auf Mallorca durch und das Wetter wäre nun wieder schön.

Ohje..noch 45 Minuten. Meine Finger hatten sich schon verkrampft. So wie der Druck durch das Sinken in meinen Ohren stieg, so ließ auch das Rütteln des Fliegers nach. Und dann, endlich war war die Insel wieder in Sicht. Erleichtert fieberte ich der Landung entgegen. Ich hatte trotz fiebrigen Infekts mir von der Klimaanlage im Flieger nicht zusätzlich was eingefangen.

Als wir den Fluhhafen verließen, kam uns frische Luft entgegen und nicht wie sonst, eine heiße Luft., als wäre diese durch einen Heizkessel gepumpt worden. Mir kam die frische Luft entgegen, denn es sollte noch 2 Tage dauern, bis ich wie gewohnt vor die Hoteltür gehen konnte. Und daran war nicht nur mein Infekt schuld, nein es schüttete noch heftig wie aus Kübeln aus den Wolken. Zum Glück hatte es die Insel nicht so sehr erwischt, wie auf dem Festland von Spanien.

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