aus einem Buch, das ich schon vor Jahren gelesen habe und das eine oder andere daraus sich in meinem Kopf in der obersten Schublade eingenistet hat. Und ich denke immer dann daran, wenn ich mal wieder einen Witz über Greta Thunberg lesen muss, oder das man glaubt, Greta hätte „einen an der Klatsche“ . Aber ich frage mich, ob die, die sich über Greta lustig machen, vielleicht „einen an der Klatsche“ haben? Aber Klatsche hin oder her, das nachfolgende Zitat hilft mir, eine für mich wichtige Frage zu beantworten und zwar, warum es immer noch jede Menge Menschen trotz guter Schulbildung gibt, die glauben, dass der Klimawandel nur ein unglaubwürdige Greta-Geschichte wäre.
Die Menschheit hat viele schwierige Probleme gelöst, die man über Jahre oder gar Jahrzehnte für unüberwindbar gehalten hatte. ……Aber wenn wir der Wahrheit ins Auge sehen, ob sie uns nun gefällt oder nicht, können wir die dringenden Probleme eher lösen, als wenn wir sie ignorieren. …..Wir haben bereits davon gesprochen, dass wir Menschen buchstäblich „blind“ sind gegen bestimmt Gefahren, weil sie für uns unsichtbar sind. Wir nehmen sie einfach nicht wahr. Aber neben der physischen Unfähigkeit, vorhandene Gefahren zu sehen, gibt es noch einen andere Form der Blindheit. Wir Menschen haben die gefährliche Tendenz, Dinge, die uns zu bedrohlich erscheinen, einfach zu leugnen. Wir schalten einen psychologischen Schutzmechanismus ein, der uns erlaubt, tatsächlich Geschehen abzustreiten.
Auszug aus „Wie der Erde die Luft ausgeht“ Fünftes Kapitel „Marsforschung im Aufwind“ Buchautoren: John E. Brandenburg – Monica Rix Paxon
Das besagte Buch trage ich nun seit Jahren einigen Menschen hinterher und bitte sie, es sich auch einmal durchzulesen und ich biete es an, wie Sauerbier. Niemand hat Zeit und Lust, sich durch 350 Seiten zu arbeiten. Schade, mir hatte das Buch damals viel gegeben und ich zehre heute noch davon. Ich hoffte, dass der Buchautor damals – es kam vor 20 Jahren auf den Markt – in vieler seiner Schlüsse unrecht hatte „so schlimm wird es schon nicht werden“. Doch nach 20 Jahren bestätigt sich fast alles, was er beschrieb. Ich bin deshalb froh, das ein junges Mädchen, wie Greta Thunberg sich auf den Weg macht um sich der schwersten aller schweren Aufgabe zu stellen und zwar die Menschen wach zurütteln um ihre Sensibilität für Umwelt und Klima zu steigern.



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