Wie aus einem Guss

Morgen um diese Zeit schieben wir unsere Koffer wieder vor die HotelTür und können bis zum Abflug am Abend die spanische Sonne noch genießen, bevor das herbstliche Wetter uns in Deutschland begrüßt. 11 Tage spanische Sonne am Mittelmeer liegen dann hinter uns

Wir wohnen immer im selben Hotel, bekommen oft das selbe Zimmer und genießen immer den selber Service im Haus. Wir besuchen immer das selbe Bierlokal und das selbe Revier der Kellnerin Yvonne und gehen immer wieder in die selbe Diskothek, wenn wir anschließend noch tanzen wollen. Für mich fühlt sich die Zeit daher, die wir hier bereits verbrachten, wie aus einem Guss an. Die verbrachten Tage verbinden sich zu einem großen Ganzen, nur dass wir von einem Sommer zum anderen ein Jahr älter geworden sind.

Apopo „älter“. Kürzlich trafen die Mädels in der Diskothek „Bolero“ eine ältere Dame, die begeistert am schwoofen war. Sie erzählte Ihnen später, sie wäre 89 Jahre alt und empfahl den beiden Mädels, jeden Tag ihres Lebens zu genießen. „Man weiß nie, wann es zu Ende geht“ Sie hatte auch von dem plötzlichen Tod eines Urlaubers gehört, der im Wasser einen Herzinarkt bekam.und diesen nicht überlebte. „Es kann jeden Tag vorbei sein“. Wie wahr, wie wahr. Mit jedem Jahr, das man älter wird, rückt man ja auch seinem Ende etwas näher. Und bevor es soweit ist, sollte der Mensch sich eher mit Spaß als mit Trübsal die Zeit vertreiben.

Bei mir geginnt der Spaß schon im Kopf und wenn dieser beginnt, Klagelieder zu singen, dann schalte ich ihn in seiner Denke um, wohl wissend, dass es nicht nur Sonnenschein sondern auch noch viel zu viel Dunkelheit auf der Welt gibt. Besonders, wenn Autokraten wie Putin der Welt mehr als nur seine Zähne zeigt. Viele Generationen braucht es noch, bis die Autokraten dieser Welt der Demokratie den Vortritt lassen?

Zum Glück leben wir in einer demokratischen Welt, auch wenn manche damit nicht ganz zufrieden sind. Aber wer ist schon ganz zufrieden? Es gibt immer etwas, was dem einen oder anderen fehlt.

Nora…Sängerin…jetzt als Kellnerin

Uns fehlt hier zur Zeit die Liveband „Sunny Way“, die 18 Jahre im Bolero spielen durfte und das aus unerklärlichen Gründen nun nicht mehr darf.

Diesen Eintrag der Band fanden wir kürzlich in Facebook. Nora, die Sängerin informierte dort die Fans über das plötzliche Verschwinden. Mit ihr fanden wir drei BandMitglieder, die hier nun mit Kellnern ihr Geld verdienen müssen, hoffen aber darauf, dass sie in der nächsten Saison wieder an den Start dürfen. Ich auch, denn ich habe mich geweigert, nach der Konservenmusuk im Bolero zu tanzen.

Ja so ist es, wenn man mit dem Jahren auch Kontakte mit den Menschen knüpft, die hier ihr täglich Brot verdienen müssen. Leider erfährt man medial darüber wenig, die Berichtetstattungen der Medien konzentrieren sich eher auf die Menschen, die einen zu viel über ihren Durst getrunken haben. Vor Ort sieht sie Welt häufig auch anders aus.

Achja und noch etwas. Wer von euch Lesern kennt die Flippers?

Olaf der Flipper

Nach 40 Jahre Karriere als BoyGroup machte sich ein Sänger von Ihnen auf den Weg und probierte sich auch hier auf Mallorca aus, im MEGA Park, der tagsüber wie ein Pressluftschuppen rüber kommt. Bevorzugt wird es von den jungen Wilden besucht. Aber auch alte gestandene Sänger werden dort begeistert aufgenommen. Alte Schlager wie „Lotosblume hat er sie genannt“ hört auch dze junge Generation gern. Wer hätte das gedacht. Darüber war auch der Sänger, der 2 mal die Woche im MEGA Park auftritt, selber erstaunt. Aber auf seine volle und warme Sängerstimme sollte die Schlagerwelt noch nicht verzichten.

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