Nichts bleibt so, wie es mal war

Wie durch Butter glitt der Airbus von Eurowings gestern durch die Luft und setzte genau so weich auf den Flughafen Palma de Mallorca auf. Die Fluggäste waren begeistert und spendeten der Crew spontanen Applaus. Nichts ist selbstverständlich, auch wenn wir das gerne glauben wollen.

Doch etwas war im Flieger anders als sonst. Ich bekam grade mal so meine Beine zwischen die Sitze geklemmt und das ausklappbare Tablett hing fast vor meiner Nase. So eng war es im Airbus noch nie. Fluggäste mit langen Beinen und Körperfülle hatten schon echt Mühe, sich in die Sitzreihen zu quetschen. Ein Fluggast in der gegenüberliegenden Sitzreihen hatte das Problem. Er musste seine kräftigen Oberschenkel im Gang lassen, damit sein Leibumfang zwischen die Sitze passt. Aber für etwas mehr als 2 Stunden muss es dann auch schon gehen. 😄

Einigen Fluggäste sah man schon an ihrem Outfit an, wohin die Reise geht, sie haben Spaß auf ihrer Agenda stehen.

Auch wir wollen Spaß und zu meinem Erstaunen schmeckte der Prosseco mir gestern besonders gut. Ach..Ein kleines Piccolöchen passt noch rein. 🥂. Vielleicht hat das zweite Piccolöchen den Flieger so weich für mich gemacht? Beschwingt vom sanften Flug und Prosseco im Kopf verließen wir den Flieger und wandelten über den Flughafen, den ich nur wegen der schwarz/gelben Beschriftung erkannte. Nein, nicht weil der Prosseco meinen Geist benebelte. 🥳. Bevor wir über die gefühlten Kilometer langen Gänge Richtung Ausgang gehen konnten, mischen wir uns unter die Fluggäste, die auf ihren nächsten Flieger warten. Nichts ist so, wie es im letzten Jahr war.

Unser Taxi setzte uns vor dem Hotel ab und schon die Auffahrt war anders als sonst. Früher fuhr das Taxi nur vor, heute ist dort, wo im letzten Jahr noch eine Grünanlage war, eine Auffahrt, wie vor einem großen Herrenhaus. Das Hotel hat über Winter einiges verändert und außen wie innen umgebaut. Der seit Jahren vertraute erste Anblick ist verschwunden.

Dafür bekamen wir das am höchsten gelegene Zimmer des Hauses. Der erste Blick ist immer wieder atemberaubend. Er gleich dem, von dem man träumt und wenn man ihn real hat, glaubt man, dass man träumt. Man könnte fast den Urlaub auf dem Balkon verbringen, schon wegen seiner wunderbaren Kulisse. Doch so ganz konnte ich die wunderbare Kulisse in luftiger Höhe nicht genießen, denn die Reste vom Prosseco hatten sich in meinen Kopf festgesetzt. Ich hatte das Gefühl, als hätte eine Krake mit ihren langen Tentakel mich in die Zange genommen, Kniff mit einem schmerzvollen Griff unter der Schädeldecke fest und hielt mich schwebende in der Luft. Der Körper wollte den Alkohol abbauen und dafür brauchte er absolute Ruhe. Erst am Abend fühlte sich mein Kopf wieder normal an. Während dessen ließen sich die Mädels von der Sonne bescheinen.

Apopo Sonne 🌞. Die ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Und bis zum nächsten Freitag wird sich das wohl nicht ändern.

Nicht heiß, nicht sonnig, dafür feucht 🥴😄

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