Da waren meine Schwester und ich uns einig. Wir wissen nicht, wo die Zeit auf Mallorca geblieben ist. Waren wir überhaupt da? Oder haben wir es nur geträumt? Gut, das lässt sich leicht feststellen. Alle Bilder, die wir gemacht haben, sind mit einen Zeit- und Ortsstempel versehen. Ja, wir waren da, 8 Tage Mallorca, die schon wieder ein Teil meiner Vergangenheit geworden sind. Das kann daher rühren, dass die Abläufe bei unserem Aufenthalt immer die selben sind. Die Mädels bestehen darauf. Ich klinke mich meistens aus und mache mein eigenes Ding. Ich hasse stetige Wiederholungen.

Als wir am letzten Abend uns noch ein letztes mal gemeinsam auf den Weg ins Las Palmeras, ein Außenlokal in der Bierstrasse, machten, bemerkte ich ein spontan aus den Nichts kommendes Unwohlsein. Ich hatte das Gefühl, als hätte mich jemand nach unten gestaucht und damit den Luftraum meiner Lunge verkleinert. Vielleicht ist der Blutdruck nur etwas abgesackt? In der Nacht überfiel mich eine entsetzliche Migräne und hielt sich hartnäckig über den Tag. Auch das wieder. Am Tag der Abreise fühlte ich mich, als hätte mich eine Trockenschleuder ausgespuckt.
Was Tabletten betrifft, da stelle ich mich immer etwas an. Aber für den Flug entschied ich mich doch dafür. Ich wusste ja nicht, wielange wir im Flieger noch auf den Abflug warten mussten, denn das Nato Manöver war ja noch nicht vorbei. Aber wir hatten Glück und mussten nur kurze Zeit warten und dann hob unser Flieger schon ab. Diesmal brauchte er keine 2 Stunden, um in Hamburg wieder aufzusetzen.

Mit dem Heimflug ist meine Heimreise noch nicht abgeschlossen, denn ich fahre erst am Tag darauf Richtung Heimat. Die Migräne war zwar weg, aber labberig fühlte ich mich immer noch. Hatte ich meine Energie in Mallorca vergessen? 🤔 Zu Haus angekommen, bestellte ich über einen Lieferdienst meinen Lieblingssalat. Der sollte mich wieder aufbauen und mit frischen Vitaminen versorgen. Aber warum mein Lieblingssalat keinen Geschmack hatte, konnte ich mir nicht erklären. Doch dann ging mir ein Licht auf. Habe ich etwa? 🤔 😳

Ja, ich habe mir wieder eine Coronainfektion eingefangen und diese entfaltete sich dann auch schnell im vollen Umfang. Nichts schmecken, nichts riechen, Kopfschmerz, Fieber, Husten und Schnupfen und die Stimme war auch nicht mehr, was sie mal war. Keine Energie und kein Antrieb. Eine volle Stunde überlegte ich, ob ich aufstehen sollte und mir Essen zu kochen, oder nicht, bevor ich mich aufraffen konnte.ich wollte ja schließlich nicht verhungern. 🥴
So ein Scheibenkleister. Ich hasse es, keine Energie mehr zu haben. Ich hasse es, wenn Viren meinen Körper besetzen und ihn lähmen. Es stellte sich raus, dass wir alle einen positiven CoronaTest hatten und jeder sich anders fühlte. Es gibt keine Blaupausen für den Krankheitsverlauf, weder im Vergleich mit den anderen noch im Vergleich mit vorherigen Infektionen. Ich hoffe, es war die letzte Infektion dieser Art. Aber eins ist sicher, Corona ist noch nicht vorbei. Das Virus ist immer und überall auf der Lauer. Ich hoffe nur, dass ich auf meiner Heimreise niemanden angesteckt habe. Die Züge waren relativ leer, doch auf der letzten Strecke gab es Schienenersatzverkehr und die Busse waren knall voll. Wenn auch nur 25 Minuten Fahrzeit, reicht die Zeit doch aus , das Virus weiter durchzureichen.

Im Rückblick erinnerten wir uns, das das Kellnerpersonal von Las Palmeras, wo wir jeden Abend waren, wohl schon damit zu kämpfen hatten. Eine Kellnerin erzählte uns, dass sie grade doppelte Reviere zu bedienen hatte, weil Kollegen plötzlich erkrankten und mit Kreislauf und Fieber nach Hause geschickt werden mussten.


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