Fix und fertig

Ich weiß nicht wie lange es schon her ist, dass mich ein Roman so sehr in den Bann zog, wie der von Dan Simmons, der in seinem Roman„Terror“ das Grauen der Arktis beschreibt. Gestern war ich davon fix und fertig, weil ich die Nacht von Freitag auf Samstag unbedingt bis zum Ende las. Danach konnte ich erstmal nicht einschlafen. Die Nachtlektüre war doch zu aufregend für mein Gemüt.

Dank eBook konnte ich auch bis tef in die Nacht bzw. Morgengrauen lesen, sogar ohne großartige Beleuchtung. Und das zusammenklappbare kleine Etwas von Buch passt in fast jede Handtasche.

So konnte ich auch tagsüber jede freie Minunte (Bus, Bahn/Haltestellen) in das Schicksal derer eintauchen, die vor mehr als 170 Jahren (anno !845) auf der Suche nach der Nordwestpassage sich in das Polarmeer wagten und ihr Leben verloren. Es gibt nur wenig Belege, wie es der Besatzung (129 Seeleute) damals erging und wie und warum es mit ihnen zu Ende ging. Sie galten als verschollen. Überreste der Terror fand man 2016.

Fast 1000 Seiten pure Spannung, gemischt mit Neugier, Entsetzen oder Grauen über die menschenlichen Angründe, wenn sie am Abgrund stehen. Beim Lesen durchlebte ich das Hoffen und Bangen und die Resignation der Romanfiguren mit.

Die Romanfiguren wurden vom Buchautor nicht erfunden, sondern all die erwähnten Personen gab es wirklich. Man fand einige handschriftliche Aufzeichnungen, der Rest des Romans ist Fiktion, aber vorstell- und nachvollziehbar, dass sich die Dinge so oder ähnlich abgespielt haben können. Das Sterben der Seeleute begann mit der ersten wichtigen Entscheidung. Aber lest selbst. Für mich ist das eins von den Romanen, die ich wohl nicht vergessen werde.

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