Was Menschen anderen antun können, ist erschütternd. Die bedauerliche Nachricht über den feigen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg beschäftigt mich sogar noch in der Stille der Nacht. Anstatt langsam in das Land der vorweihnachtlichen Träume abzudriften, kreisen meine Gedanken um die Frage, weshalb der Mensch so handelt, wie er es tut. Vielleicht gehören wir Menschen tatsächlich zu den Wesen auf diesem Planeten, die in der Lage sind, sich selbst zu vernichten, und einige unter uns scheinen dies sogar zu wünschen. Psychopathen oder Soziopathen verfügen jedenfalls über das Potenzial, solch verheerende Taten zu begehen. Oft genügt eine banale Kränkung, um einen skrupellosen Feldzug gegen die friedlichen Mitmenschen zu entfesseln.
Noch verspüre ich eine stille Ohnmacht, die jeden Impuls eines Aufschreis im Halse festhält. Ich bin dankbar, dass ich nicht zur falschen Zeit am falschen Ort war, aber mein Herz ist schwer, wenn ich an die Opfer, deren Angehörige und all jene denke, die geliebte Menschen zu Grabe tragen müssen. Es ist unvorstellbar, was sie durchleben, nur weil jemand in seiner Einsamkeit zu solch grauenvollen Entscheidungen gekommen ist.
Hat der Mann kein Gewissen, keine Schuldgefühle, nichts dergleichen? In der Tat empfinden Psychopathen und Soziopathen solche Gefühle nicht; sie sind lediglich von einem egozentrischen Empfinden geprägt, das ihr Ego verletzt. Diese Verhaltensweisen sind inakzeptabel und erfordern eine ernsthafte Auseinandersetzung. Sie leben unter uns wie tickende Zeitbomben, aufgeladen mit gefährlichem Potenzial – der Gedanke ist die Grundlage der Handlung – bis es zu einer Explosion kommt. Radikalisierung geschieht häufig über soziale Medien, und diese Individuen sehen sich stets als vollkommen im Recht. Ein prominentes Beispiel ist Breivik, der Massenmörder von Norwegen. Bis heute bestreitet er seine Schuld, betrachtet sich weiterhin als im Recht und verlangt sogar nach besseren Haftbedingungen. Ich erwähne Breivik, um zu verdeutlichen, dass Radikalisierung nicht auf bestimmte Herkunftsländer beschränkt werden kann, wie es derzeit oft behauptet wird.
Meine Gedanken sind bei den unschuldigen Opfern und deren Angeörigen. Sie müssem jetzt durch das Höllenfeuer gehen, dass eine einzige Person entfacht hat.


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