Vor ein paar Tagen streifte ich durch Instagram und fand dabei einen Hinweis auf den botanischen Garten ist Rostock. Die Kirschblüte würde noch 14 Tage anhalten, solange könne man noch die rose Blütenpracht bewundern. Das war der perfekte Ort für meinen Osterspazierung. Mein angekünndigter Besuch musste kurzfristig absagen, also machte ich mich allein auf den Weg.
Der Schienenersatzverkehr von meinem Zuhause in die Stadt sollte an den Feiertagen nicht überlastet wie an Werktagen sein. Ich wohne ja am Stadtrand, d.h. umsteigen, umsteigen, umsteigen und zwischendurch auf den Anschluss warten. Dabei fand ich mich in einem Wartehäuschen wieder, das die Nacht nicht überlebt hat. Schrecklich, wie sich der Vandalismus wiedermal an dem Wartehäuschen abgearbeitet hat.

Mit nächtlichen jugendlichen Übermut hat das nichts mehr zu tun, in ist in meinen Augen reine Zerstörung. Beim Anblick solcher Zerstörung frage ich mich, warum man hier nicht einfach kleine Kameras installiert. So könnten die Täter während der Tat gleich mal ihr Profilfoto hinterlassen. Ja, ich weiß der Datenschutz. Aber solch ein Anblick von zerstörten Wartehäuschen findert man oft an den Wochenenden.
Angekommen im botanischen Garten von Rostock war das kaputte Wartehäuschen dann doch schnell vergessen. Das Wetter – es war am Morgen noch grau in grau – hatte sich zum besten Osterwetter entwicckelt. Blauer Himmel und mild. Jetzt konnte ich auch durch den rose gefärbten Eingang gehen, den ich schon um oben gezeigten Video erwähnt habe. Ich wollte meine eigene Aufnahme machen.
So dachten die anderen Besucher auch. Der botanische Garten war voller Besucher. Ich sah unter den Besuchern auch viele Asiaten, die die Kirschblüte in ihrer Heimat für einem Fest machen. Sie posierten unter den hängenden Zweigen, die mit Kirschblüten nahezu überladen waren. Und ich muss sagen, es ist schone ein erhabenes Gefühl, wann man unter der Blütenpracht hindurchschreitet.



















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