Am Wochenende war es wieder mal soweit. Der Tag, an dem viele Menschen auf den Straßen in Rostock zeigen wollten, wie bunt die Menschen sind. Mit schillernden und extrem weiblichen Kostümen zogen die Menschen durch die Straßen von Rostock. Aber es ging nicht um sie bunten schillernden Kostüme, sondern um die unterschiedlichen sexuellen Ausrichtungen der Menschen, die in der Vergangenheit gern an den Rand der Gesellschaft gestellt wurden. Der CSD in Rostock fand am 20.Juli 2019 statt.
Mit meinen Enkelkindern stand ich am Straßenrand. Wir waren nur Zuschauer. Sie sind noch Teenies und mochten anfangs den Lärm und vor allen Dingen die Menschenmassen nicht, die sich für den bevorstehenden Umzug auf dem Marktplatz zusammen fanden, Aber dann fanden sie doch Gefallen daran. Vielleicht marschieren sie in nächsten Jahr sogar mit. Wer weiß. Meine große Enkeltochter notierte sich schon mal den Termin für den CSD 2020 in ihrer Heimatstadt.
Wer keine schrille Kleidung tragen wollte, hüllte sich in ein buntes Tuch, einer Regenbogenfahne. Die Farben variierten, so wie die Bedeutung der Regenbogenfahnen variierten. Mich bewegen solchen Moment immer etwas, Stehen sie doch für friedliches und tolerantes Leben miteinander. Ich fragte mich schon in jungen Jahren, warum man Menschen, die z.B. schwul oder lesbisch waren,, anders sah, als jeden anderen auch? Mensch ist und bleibt doch Mensch, egal, was er sexuell bevorzugt. Das konnte als junge Frau schon nicht begreifen.
Zum Glück haben die Schwulen und Lesben in Deutschland wie in vielen anderen Ländern auch, ein ganz normales Dasein. Und doch sind sie immer noch Ziel von Übergriffen und sie müssen sich für die Gesellschaft unermüdlich präsentieren, so wie sie sind und weiter für Toleranz werben.
Leider musste das anschießende Straßenfest vorzeitig beendet werden, Wegen einer Unwetterwarnung mussten alle Zelte schon um 19 Uhr abgebrochen werden.


















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