Nein, damit war nicht eine Aussage von mir gemeint. Bevor mir solch ein Satz rausrutscht, muss es schon ganz ganz dicke kommen. Den Satz hörte ich gestern ist der S-Bahn nach Warnemünde. Die S-Bahn vom Hauptbahnhof Rostock nach Warnemünde fährt alle 7 Minuten. Die Bahn ist lang, aber nicht doppelstöckig. Ich wollte gestern auf halber Strecke zusteigen, als die Ansage kam, dass eine Bahn auffällt. Sohnemann: „Ohje..dann wird die nächste Bahn knall voll sein“ Und so war es auch. Als die nächste Bahn einfuhr, fanden wir kaum Platz zum stehen, die die nach mir in dein Zug einsteigen wollten, mussten sich schon quetschen.
An der nächsten Haltestelle das selbe Spiel. Die aussteigen wollten, mussten sich akrobatisch zur Tür vorarbeiten und die einsteigen wollten , sahen besorgt in die prall gefüllte S-Bahn. Ob sie noch mit einsteigen können? Ich konnte die Fragezeichen auf ihrem Kopf regelrecht tanzen sehen. Aber ich hatte Glück. beim Wechseln konnte ich einen Sitzplatz ergattern. Na super. Nur noch ein paar Haltestellen, dann bin ich in Warnemünde.

Aber Pustekuchen, die S-Bahn rührte sich nicht von der Stelle und statt dessen melde sich eine jung klingende Stimme aus den Lautsprechern. Es wurde eine dringende Ansage von Lokführer gemacht. „Wenn ihr dahinten nicht gleich aufhört, Blödsinn zu machen und die Tür weiter blockiert, dann bleibe ich hier stehen. Das ist mir scheiß egal. ich habe erst um 23 Uhr Feierabend.“
„Houw…ich habe die gesprochen.“ …wir Fahrgäste sahen uns lachend an. Wahrscheinlich hatten im hintern Wagen einige Fahrgäste zu nah an der Tür gestanden und damit die Abfahrt blockiert. Der Lokführer fand das gar nicht lustig.
Aber bei dem Wetter, das wir gestern hatten, strömten Massen von Menschen Richtung Warnemünder Strand. Ich war rundum von Menschen umzingelt, dabei war es schon vorgerückter Nachmittag.

Auf der Brücke wartete schon der weiße Mann auf die „Zugereisten“ und begrüßte den einen mit einem Pfeifen, den anderen mit einem Handschlag oder Handkuss, wie man auf dem Bild gut sehen kann. Wer öfter in Warnemünde ist, kennt den weißen Mann sicher schon. Er steht schon seit Jahren an der selben Stelle und verdient seinem Lebensunterhalt als lebende Statur. Die Massen strömen zum Strand.

Etwas Abseits vom Alten Strom wurde es wieder ruhig und man begegnete nur ab und zu Menschen.

Der Park ist unweit vom Strand und man kann sich nach einem Strandtag in ihm wunderbar erholen. Für die Leseratten findet sich im Park eine Saule…

die sich „Bücherbüxe“ nennt und man kann sich Bücher nehmen oder auch ausgelesene Bücher darin deponieren. Ein perfekten Geben und Nehmen für Leseratten und solche, die es werden wollen.
Der zweite Park – dafür muss man eine Straße übergueren – , nennt sich Stephan- Janzen-Park und entstand 1999 aus deinem Friedhofsgelände. In dem geht es noch besinnlicher zu, denn der Besucher teilt den Park mit berühmten Verstorbenen der Stadt.
Warnemünde hat halt für jeden Platz. Für die Einwohner sowieso und jeder der dort leben darf, kann sich glücklich schätzen. Für viele viele Urlauber und noch mehr Tages- und Badegäste.
Und für die, die es lieber ruhiger und abgeschiedener mögen und für die, die in Warnemünde ihre ewige Ruhe gefunden haben.








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