Um 20 Uhr war ich wieder zu Hause. Der Tag war gelaufen.Kindersport mit den ganz Kleinen und 2 Einheiten Yoga mit den Großen. So sieht mein allwöchentlicher Start in die Woche aus. Ich hoffe, alle waren zufrieden mit dem, was ich mir an Übungen ausgedacht und für sie zusammengestellt habe. Die Kleinen wie die Großen wollen bei allen sportlichen Aktivitäten herausgefordert aber nicht überfordert werden und was noch wichtiger ist, der Spaßfaktor darf nicht fehlen.
Zum Feierabend machte ich es mir, wie die meisten Feierabendler, auf meiner Couch gemütlich und zappte mich durch die Fernsehprogramme Ich döste vor laufendem TV so vor mich hin, als mir einfiel. dass ich ja noch eine dringende Mail versenden wollte. Also schnell von der Couch ins andere Zimmer, dort, wo mein PC steht. Schon im Flur wurde ich von hektisch blinkenden Blaulicht geblendet und es roch verkokelt, dann sah ich den Aufruhr unter meinem Fenster.
Jeder Menge Feuerwehrmänner und Löschzüge, Polizeiwagen und Krankenwagen und Menschen mit Kindern und Kleinkindern im Kinderwagen, die auf das Haus starrten, aus dem die Feuerwehrmänner mit den zusammengerollten Schläuchen das Haus verließen. An der Hauswand sah ich eine Feuerwehrleiter, deren Korb voll mit Menschen besetzt war.

Oh mein Gott, das alles war wenige Meter von mir entfernt geschehen, während ich auf meiner Couch so vor mich hindöste? Zwei Hausnummern weiter war heftiges Feuer ausgebrochen und schon gelöscht worden. Die Feuerwehrmänner hatten ihre Arbeit schon getan. Ich durchlief nochmal den Zeitablauf. Um 20 Uhr betrat ich meine Wohnung und es war von einem Wohnungsbrand noch nichts zu sehen. Gegen 22 Uhr sah ist vor meinem Fenster, dass draußen die Hölle los war.

In den Nachrichten am nächsten Tag war zu lesen:

Seit dem standen bis gestern 2 Techniker-Wagen vor dem Haus. Wahrscheinlich wurde nach der Brandursache gesucht. Die Familien, die mit Mann und Maus kurzfristig ihre Wohnung verlassen mussten, haben noch nicht wieder Quartier bezogen. Ihre Wohnungen standen bestimmt kurzzeitig „unter Wasser“. Ich hatte Glück und konnte weiter dösen, die Betroffenen und indirekt Betroffenen mussten über Nacht ihre Wohnungen verlassen und ein Quartier finden, das sie für die nächsten Tage (Oder Wochen) beherbergen würde.


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