Voll erwischt…

hat es mich zum Glück nicht, sondern ich sitze jetzt zu Hause rum und muss mir Gedanken machen, wie ich die nächsten 4 Wochen – denn solange werden alle Sportvereine der Stadt Rostock keine Sportstunden mehr geben – für mich so gestalten werde, dass mir die Decke nicht auf den Kopf fällt oder ich einen TV-Koller bekomme, weil ich die Masse an Informationen über den Coronavirus nicht mehr verarbeiten kann.

Am Freitag wurde ich darüber informiert, dass mit der Schließung der Schulen und Kitas auch erst mal die Sportvereine ihre Tätigkeit einstellen. Klar..macht ja Sinn. So halten sich die sozialen Kontakte für mich überschaubar und weil ich von Alters wegen zur Risikogruppe zähle, profitiere ich doppelt davon.

Aber komisch, erst nach der Bekanntgabe der Maßnahmen der Schul- und Kita- Schließungen, die mittlerweile in allen Bundesländern durchgezogen werden, beäugte ich meine Mitmenschen mit kritischem Blick. Wer könnte infiziert sein, wer nicht? Das hatte schon etwas von science fiction für mich. Mit anderen Worten, auf einmal war die Welt eine ganz andere. als ein paar Stunden zuvor.

Wo war die beschaulich Welt von 2019 geblieben, als wir nicht bangen mussten, dass wir unsere nächste Reise vielleicht canceln müssen oder schlimmer noch, dass uns ein Virus packt, rüttelt und schüttelt und uns die Luft zum atmen nimmt? Von null auf jetzt ist das Gefühl der absoluten Sicherheit nicht mehr da.

Aber zum Glück habe ich meine sicheren 4 Wände und kann solange den Kopf einziehen, bis die Medizin und alle Maßnahmen, zu denen man sich auf politischer Seite durch gerungen – trotz zu erwartender wirtschaftlicher Schäden – hat, meinen Kopf einziehen. Ich habe auch das Glück, dass ich mir keine zusätzlichen Gedanken wie die jungen Eltern machen muss, wohin mit den Kindern?

Der Coronavirus zeigt uns, wie empfindlich unser Wirtschaftssystem ist, wenn es für ein paar Tage oder Wochen nur mit halber Kraft laufen kann und wie abhängig wir uns gemacht haben, weil bestimmt Produktionsketten nur auf ein Land oder einem Unternehmen konzentriert wurden.

Comments

5 Kommentare zu „Voll erwischt…“

  1. Avatar von kowkla123

    alles richtig, aber bleibe optimistisch, wir haben schon so Vieles geschafft, Klaus

    1. Avatar von flotterblogger

      Hallo Klaus, ich versuche mein bestes und werde mich auch erst mal mehr in der Wohnung oder an einsamen Plätzen aufhalten, als unter Menschen zu gehen.
      Dir und deiner Frau wünsche ich auch alles gute und bleibt beide schön gesund
      LG Ostseemaus

  2. Avatar von bonanzamargot

    dann mal auf in die woche… mit den einschränkungen. mal sehen – vielleicht beantrage ich unbezahlten urlaub bis ende märz. mir wäre danach.

    1. Avatar von flotterblogger

      Hab´s vorhin bei dir gelesen. Das ist eine gute Idee, denke ich mal. Warum sich weiter dem unbehaglichen und diffusen Stress aussetzen, wenn es noch Optionen gibt. Sohnemann war heute noch mal in seinem „Laden“ und alle Mitarbeiter werden, so die neue Nachricht, mir der er eben heim kam, auf Kurzarbeit gesetzt. Erst mal für 6 Wochen, dann wird man weiter sehen.
      Mach dir eine schöne Zeit zu Hause…mal sehen, was dir so aus langer Weile in den Sinn kommt :D. Langeweile soll ja sehr kreativ sein, hab ich mal gelesen, Daher stammt ja auch mein Profilname auf Twoday…La… nge We….eile. 😀
      Ein Gruß von Rostock nach Berlin
      LG La We

      1. Avatar von bonanzamargot

        mal sehen… lieber zuhause rumhocken als im büro tumoren zu dokumentieren.

        grüße nach rostock!

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