Daran gewöhnen muss man sich schon. Die sonst so geschäftige Gesellschaft wurde mit den neuen Maßnahmen still gelegt. Ein komisches Gefühl, dass mir aber sagt, das die letzten Maßnahmen noch nicht alles war, was unser Leben derzeit verändert. Sohnemann, in der Gastronomie beschäftigt, wird morgen auf Kurzarbeit gesetzt. Das Restaurant wurde heute auf die geplante Ruhezeit von ca. 6 Wochen vorbereitet. Wahrscheinlich ziehen viele andere Restaurants nach und schließen ihre Lokalitäten, um auf bessere Zeiten zu warten.
Während Sohnemann seinen letzten Tagesjob vor der großen Pause machen musste, machte ich mich mit seiner Krankenkarte auf dem Weg zu seinem betreuenden Arzt. Seine Epilepsie verlangt eine tägliche Tagesdosis an Medikamente und diese gehen langsam aus. Also wollte ich für ihn eine Rezept holen, besser ist besser. Doch die Praxis war geschlossen, man kommt nur noch nach telefonischer Vereinbarung zum Arzt. Ich wollte mich ja vorher telefonisch erkundigen, doch entweder wurde das Telefon nicht abgenommen oder es war dauer besetzt. Nicht so einfach zur Zeit, an ein Rezept zu kommen. Jetzt ist erst mal gute Rat teuer. Ich hoffe, es gibt keine Lieferengpässe, wovon sein Medikament schon Ende letzten Jahres betroffen war.
Was es alles für die nächsten Tage zu bedenken gibt. Zuerst ist Essen das wichtigste. Also einkaufen, aber in Maßen. Mehr als den Kühlschrank auffüllen kann man ja nicht. Und ich habe Vertrauen darauf, das Warenlieferung für Lebensmittel weiter so reibungslos funktioniert, wie wir es als verwöhnte Deutsche gewöhnt sind. Naja..auf ein paar Verzögerungen sollte man sich einstellen, so die Info aus dem TV, denn durch die Grenzschließung werden die Laster nicht so schnell vor Ort sein können.

Und Lesestoff wäre auch nicht schlecht, dachte ich mir. Gestern wurde ich auf ein Buch aufmerksam, dass im RegionalSender NDR in der Sendung DAS mit dem Buchautoren besprochen wurde „Deutschland schafft mich“

Der Handel hat sich auf die Situation auch eingestellt und so kann sich jeder, der das große Kaufhaus betritt oder verlässt, seine Hände desinfizieren. Aber ich frage mich, wie lange der Handel noch öffnen darf?
Wer bis zu Ende gelesen hat, dem ist vielleicht nicht entgangen, dass ich das Wort Corona nicht benutzt habe, obwohl ich fast nur darüber geschrieben habe.


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