Nach der Schreckensnachricht vom letzten Montag geht das Leben weiter und weiter.
Und man denkt nur für dem Moment, wenn man vom Tod eines Angehörigen erfährt, dass die Zeit still steht. Tut sie aber nicht. Für die Hinterbliebenen läuft die Zeit weiter. Der Leichnam von meinem verstorbenen Schwager wurde noch nicht frei gegeben, was aber im Laufe der Woche noch zu erwarten ist. Sollte sich bis zu seiner Beisetzung die CoronaLage weiter zuspitzen, dann bekommt er leider auch nur eine abgespeckte Version einer Beisetzung. Aber hoffen wir das beste, das alle, die ihn auf den letzten Weg begleiten wollen, dies auch tun können. Ich stehe damit zum vierten mal an einer frischen Grabstelle und schaue ihn die Tiefe, bevor ich die Erde über die Urne werfe.😢😢😢😢

Seit letzten Donnerstag haben sich die Coronaregeln im Mecklenburg Vorpommern verschärft. Vielerorts darf man nur noch in geschlossenen Räumen mit 2G plus, d.h. nur wer geimpft bzw. genesen und getestet ist, darf sich in geschlossenen Räumen mit anderen aufhalten. (Außer Handel). D.h. für mich, ich muss jetzt täglich in die Stadt und mir einen Bürgertest machen lassen. Für mich war es neu, dass ich mich täglich testen lassen muss. Alles halb so schlimm. Das Gehirn wird mit dem Stäbchen nicht berührt 😀 und ich habe Sicherheit, dass ich nicht unbewusst und ungewollt zu einer Coronavirenschleuder werde. Schließlich möchte ich niemanden was anhängen.
Doch mit den neuen Maßnahmen wurden auch die ungeimpften Trainer zurück gepfiffen. Als Reaktion hat ein Verein gleich alle Mitglieder in den Lockdown geschickt, d.h. auch für geimpfte zahlende Mitglieder finden bis auf weiteres keine Sportveranstaltungen mehr statt. Diese Maßnahme wurde von der Vereinsleitung , von denen keiner geimpft ist, wie folgt begründet.:
„Die Gleichbehandlung der Mitglieder erfordert es, dass die Geimpften jetzt mit den Ungeimpften solidarisch sein sollten“ Der Verein ist relativ klein, daher weiß ich, das im Dunstkreis der Leitung sich kaum jemand impfen ließ. Ich sollte auch bekehrt werden, doch darauf konnte ich mich nicht einlassen, auch wenn ich diese Menschen wertschätze. Für die zahlenden Mitglieder hieß es nun „KrachWum“ die Tür zu den Sportstätten wird ihnen erst mal vor der Nase zugeschlagen. Die Kündigungen werden nicht lange auf sich warten lassen. Man tut im Verein, was man kann.
In den anderen Sportvereine, für die ich ebenfalls arbeitet. tut man für die Mitglieder, was man kann und macht das Beste aus der Situation. Für Ungeimpften bleiben allerdings die Tore leider auch geschlossen.

Währenddessen läuft der Weihnachtsmarkt, so gut es geht. Bisher galt noch 3 G, nur in geschlossenen Räumen darf, wer 2 G+ erfüllt. Für die Marktbetreiber und Schausteller keine einfache Sache und der Umsatz wird dadurch auch nicht in die Höhe schnellen. Trotzdem bleibt es bei Step by Step. Steigen die Infektionszahlen, kann schnell wieder alles kippen und das bunte Markttreiben wieder zum Stillstand bringen. Deshalb halten sich alle an die Regeln, so gut es geht. Niemand will sich und den anderen den Spaß deshalb verderben. Wir wollen alle eins, den ganzen Schlammassel hinter uns lassen und möglich wenig Menschen an das Virus verlieren.

Ich hoffe, dass auch die kommenden Wochen bis Weihnachten der Spaß auf dem Weihnachtsmarkt in Rostock erhalten bleibt, aber die Schausteller und Markhändler werden weiter besorgt die täglichen Inzidenz Zahlen verfolgen.


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