„Wie kann man sich nur so viel Pröhl in seinen Haushalt schleppen“. Diesen Vorwurf machte ich mir selber, als ich Beutel für Beutel von Kram, der sich in meinen alten Schränken angesammelt hatte, aus der Küche räumte. Ich musste den Platz für die neue Küche machen. Im vorletzten Beitrag berichtete ich schon davon.
Am letzten Donnerstag wurde sie dann schon in den frühen Morgenstunden angeliefert. Stück für Stück von den Möbelbauern in die Wohnung getragen. Sie hatten noch gar nicht angefangen, wurde schon das erste Problem sichtbar. Die Anschlussdose für den Herd behinderte den Einbau vom Geschirrspülautomat. Ach Herr je..nun ist guter Rat teuer. Zum Glück wollte der Elektriker am Tag des Einbaus auch noch mal kommen, er hatte Tage vorher vergessen, das Kabel für den Herd zu legen. Das Vergessen kam mir nun zu Gute. Kurz nach dem Eintreffen der Möbelbauer stand auch schon der Elektriker in der Küche und anschießen10 Minuten vor dem Problem. Er beruhigte mich aber :“Keine Sorge, wir lösen das Problem“ Die Erleichterung ließ mich auf meinen Platz sinken.
Dann ging es planmäßig weiter und nach 8 Stunden stand die neue Küche in ihrem Glanz und erhellte meine Zukunft am Küchenherd. Dort, wo zuvor nur zusammengewürfelte Sammelsurium stand, das Gesamtbild stetig unruhig erscheinen ließ, befinden sich jetzt klare Strukturen.

Der Backofen kommt später, er wird nachgerüstet. Dann ist auch das letzte Loch gestopft. Von dem „Pröhl“ aus der alten Küche musste ich mich beherzt trennen. Minimalismus ist jetzt angesagt. Nicht ganz im wahrsten Sinne des Wortes, aber stark abgespeckt habe ich schon. Frau gönnte sich ja sonst nix.


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