Mallorca ohne Sonne

So richtig viel Sonne gab es hier auf Mallorca noch nicht. Klar, am Anreisetag brannte die Sonne wie nix gutes, doch am nächsten Tag wurde es schon weniger. Allerdings hielt die Hitze sich hartnäckig. Sie fühlte sich, wenn ich die Balkontür unseres Zimmers öffnete, an, als hätte ich zu Hause grade meine Backofentür geöffnet. Ein Schwall Hitze überrollt einen, sodass man intuitiv erst mal mit einem Schritt zurück dem Hitzeschwall ausweicht.

Mit der Hitze kam der Nebel und dieser brachte wiederum den Saharastaub mit auf die Insel. Die sonst klare Meeresluft war nicht nur vernebelt, sondern auch verstaubt und alles in Backofenhitze eingebettet.

Saharastaub auf der Balkonbrüstung

Aus der Klimaanlage liefen mit stetig fallenden Tropfen die von uns aufgestellten Wasserbehälter voll. Über das Wochenende hatten sich darin ca. 7 Liter Wasser gesammelt. Wir meldeten das Leck sofort an der Rezeption, doch erst nach 2 Tage reagierte man darauf. Vielleicht weil man vergessen hatte unsere Info durchzustellen oder weil Wochenende war. Dann ging aber alles schnell. Das Leck wurde während wir am Strand lagen, reparierte und als wir zurück kamen, war alles wieder tipptopp.

Nach dem saharastaublastigen Nebel lies die Hitze nach, statt dessen beherrschte kräftiger Wind das Wetter.

Die Sonne hielt sich spärlich am Himmel, aber wir wollten auch ohne spanische Sonne uns den Strandtag gönnen.

Heute ist von der Sonne nichts mehr übrig. Dicke Wolken ziehen über uns weg.

Panoramablick

Die Mädels hatten sich wieder eine lange Nacht gegönnt und haben deshalb den Morgen verschlafen. Ich nahm mir stattdessen die Zeit, meinen Roman zu Ende zu lesen.

Ich tausche nun das nächtliche Tanzvergnügen gegen das Lesevergnügen am Tag aus. Seit die Liveband Sunny Way nicht mehr vor Ort spielt, interessiert mich das Tanzen hier nicht mehr. Live ist eben Live.

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