sollte ich nach dem gestrigen Abend nun sein. Das alljährliche Turmleuchten am Warnemünder Leuchturm wurde gestern nachgeholt. Und ohne mich sollte es nicht stattfinden. Für diese einmalige Show, ein Kunstwerk aus Musik, Lasershow, Liveshow und Feuerwerk will ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Wie so oft, musste ich mich allein auf den Weg machen. Niemand hatte Zeit oder Bock sich die Show anzusehen.

Vielleicht schreckten auch die Menschenmassen ab, die sich schon 2 Stunden vor der Show auf den Weg machten. Da ist schon ein ziemliches Gedränge und elig sollte man es auch nicht haben. Die S-Bahn war schon knüppeldickevoll mit Menschenmassen und auf dem Alten Strom in Warnemünde wimmelte es nur so voller Menschen. Ich ging zielgerichtet an meinen Standplatz, den ich mir im Kopf schon ausgesucht hatte. Ich wollte, wie im letzten jahr ganz weit vorn stehen, ganz nah dran sein. Und wer da zu spät kommt, steht vor einem Zaun und wird von den Ordnern in die hinteren Abschnitte verwiesen.

Um 17.34 Uhr hatte ich meinen Platz eingenommen. Es lagen noch fast 90 Minuten Wartezeit vor mir. Die Zeit nutzte ich, um mich peú a peú weiter nach vorn zu schieben. Auch schob ich mich an großen Männern mit Rucksack vorbei. Sie Sicht auf den Leuchturm war in jedem Fall frei. Aber einen Rucksack vor der Nase zu haben, ist auch nicht grade das gelbe vom Ei.😒😊
Die ersten 60 Minuten Wartezeit sind für mich erst mal anstrengend, doch dann gewöhnte ich mich daran. Das Wetter war war mild, es fiel kein Regen, es trat mir niemand auf die Füße, was will Frau mehr.









Pünktlich 18.59 Uhr wurde der große rote Knopf gedrückt und es ging los. Die Show zog mich sogleich in ihren Bann. Ich lass mich von solchem Schauspiel gern verzaubern. Dafür würde ich sogar meilenweit gehen.
Nach 30 Minuten war der Zauber vorbei und 65 000 Menschen strömten wieder Richtung Heimat. Die meisten nahmen die S-Bahn und dafür musste man über die Brücke über Alten Strom. Und da wurde es so richtig eng.
Die Polizei und Ordner machten ihre Arbeit gut. Sie steuerten die Menschen ruhig und besonnen so, dass niemand mit Drängelei begann. In großer leuchtender Laufschrift wurde wir darauf hingewiesen, dass die S-Bahnen in 10 Minuten Takt fahren werden. Die S-Bahnen hätten doppelte Länge. Jeder würde schnell, zügig und ohne Stresse heim kommen. Und so war es dann auch. Ich bekam in der s-Bahn sogar einen Sitzplatz und konnte um 21 Uhr mich schon wieder auf meiner Couch niederlassen.


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