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Wer einmal einen Christopher Nolan-Film gesehen hat, möchte auch die anderen sehen. Man muss sie nicht sehen, aber als Fan schaut man sich alle an. Ich kannte Nolan lange nicht, bis mein Sohn mich bat, mit ihm einen Film zu schauen. Seine Filme fordern das gewohnte Sehen heraus. Die Protagonisten schwirren durch Träume (Inception), verirren sich in Zeitschleifen (Interstellar) oder agieren zwischen Gegenwart und Vergangenheit (Tenet). Bei all diesen Filmen hatte ich viele Gedanken im Kopf.

Seit letzter Woche läuft ein neuer Film von Christopher Nolan in den Kinos. Er ist drei Stunden lang. Ich hatte keine Erwartungen, wusste aber, dass der Film gut ankommt und man sicherlich nicht alleine im Kino sein wird.

Der Film „Die Odyssee“ soll die Zuschauer begeistern. Ich kenne mich nicht gut mit der griechischen Mythologie aus. Vielleicht habe ich Begriffe wie Odysseus, Zeus und Poseidon schon mal gehört, aber das war es auch schon mit meinem Wissen über die alte Geschichte von Homer.

3 Stunden kämpfte ich mich durch die düsteren Bilder der Schlachten mit viel pulsierendem Lärm. Mein Puls stieg mit der Lautstärke an. Zwischendurch hätte ich am liebsten das Kino verlassen, weil die Geschichte immer düsterer wurde. Ich tat es aber nicht. Am Ende musste ich sogar nach meinem Taschentuch suchen, weil mir die Tränen kamen.

Was die Schaupieler geleistet haben, war eine Meisterleistung. Alle Szenen wurde auf nachgebauten Schiffen und offener See gedreht. Also nicht in der Pappkulisse mit anschließender Nachbearbeitung durch die künstliche Intelligenz. Alles was der Schauspieler zu sehen bekommt, ist echtes menschliches Handwerk der Film- und Schauspielkunst. Gedreht wurde der Film mit einer 100 KG schweren IMAX-Kamera. Was das technisch bedeutet, weiß ich nicht so genau. Soviel ich erfahren haben, braucht es auch ein spezielle Kinos, damit man als Zuschauer das ganze Bild genießen kann. In Rostock ist es nicht mögllich. Das Bild wird in normalen Kinos etwas verkleinert, was einem als Zuschauer auch nicht auffällt.

Zusammengefasst war es für mich ein Antikriegsfilm, der die klare Botschaft hatte. Bei einem Krieg gibt es nur Verlierer.

Gegenüber vom Kino steuerten wird einen Italiener an. Wir nahmen wir uns Zeit, bei einem Aperol Spritz noch über den Film zu sprechen. Im Gegensatz zu mir, kannte mein Sohn sich in der griechischen Mythologie gut aus. Er hatte einen guten Lehrer der ihnen die Geschichte über die Odysee von Odysseus so spannend erzählte, dass er sie bis heute nicht vergessen hatte.

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