Die zurückliegende Woche ist schon wieder Geschichte. Der September ebenso. Das selbe gilt für den Sommer. Auch der Sommer 2025 ist Geschichte. Nur ein paar Tage trennt uns vom Oktober und nur noch ein Quartal trennt uns vom Jahr 2025. Täglich habe ich immer den gleichen Ablauf, Woche für Woche, Monat für Monat und komme mir fast vor, wie im Film: „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Alles, was ich die Woche über mache, schmilzt wie ein großer Klumpen zusammen. Selbst die Abende, wenn ich endlich in mein Bett verschwinden kann.
Noch immer nage ich am überraschenden Tod eines gutes Bekannten. Ich besuche jeden Tag seine Facebook-Seite, die wahrscheinlich noch länger zugänglich bleibt. Auf den Bildern, die er dort mal gepostet hatte. sieht er gesund, frisch und voller Lebenfreude aus. Vielleicht hoffe ich, dass ich mit meinem Besuch auf seiner Seite ihn wieder zum Leben erwecken kann. Aber nein, da passiert natürlich nichts dergleichen. Auch mein Handy bliebt stumm. Die täglichen Grüße von ihm gibt es nicht mehr. Nun verschwindet sein Name weiter nach unten in der Whatsapp-Liste. Er gehört zu den Kontakten, die nicht mehr genutzt werden können, 😰 weil niemand auf der anderen Seite mehr da ist.
Unsere zurückliegenden WhatsApp-Gespräche habe ich kürzlich noch mal auf Hinweise abgesucht, die auf eine von ihm erwähnte Erkrankung hindeuten könnten. Und im Juli wurde ich fündigt. Nur im Nebensatz stand: „muss noch zum Zahnarzt und dann zum Onkologen“. Die Sache mit dem Onkologen und was das bedeutet, kam in meinem Hirni gar nicht an. Vielleicht las auch auf die Schnelle „Urlogoge“? heute kann ich das nicht mehr sagen, warum ich die wichtige Info nicht wirklich aufnahm.
Und ich weiß auch nicht, ob das gut oder schlecht war. Von seiner Seite aus, wollte er wohl nicht über die bedrohliche Erkrankung schreiben und hielt unserer Kommunikation auf dem gewohnten Alltagsniveau.


Schreibe einen Kommentar