Jeden Donnerstag treffe ich in der Kunstturnhalle einen Trainerkollegen. Wir gehören beide zum älteren Semester der Trainer. Er trainiert die Turner und ich arbeite mit den Yogis. Wir wundern uns jeden Donnerstag aufs Neue: „Schon wieder eine Woche rum“ 😄 Damit leiten wir inzwischen fast jedes Gespräch ein, mal über dies, mal über das. Er geht in den Feierabendund ich warte noch brav auf meine Yogis.
Ich bin in der Regel 30 Minuten vorher da und nutze die zeit nach dem Gespräch und ich stecke wieder meine Nase in das Buch „Zerstörungslust – Elemente des demokratischen Faschismus“ Es ist nicht leicht zu lesen. aber ich arbeite mich da durch. Für jeden, der wissen will, was zur Zeit in der Welt der Deutschen los ist, kann sich darüber einen guten Überblick beschaffen. Empirisches Wissen und Wissen aus der Soziologie fließen in diesem Buch zusammen. Ich will wissen, ob die Demokratie in Gefahr schwebt und droht, genau so „ins Land“ zu gehen. wie eine Woche. Nicht, dass die Demokratie auch nur noch als Fußnote in den Geschichtsbüchern endet. Um mir darüber einen Überblick zu verschaffen, brauche ich gesichertes Wissen und keine Meinungen. Und wer es wissen will, es lohnt sich von den beiden Buchautoren Amlinger und Nachtwey das Buch zu lesen.
Ansonsten verlief meine zurückliegende Woche ruhig, oder anders herum gesagt_ „keine besonderen Vorkommnisse“.😀 Im Breitensport musste ich mich als Schlichter beweisen. Während die Mädels friedlich miteinander Sport treiben, gelingt das den Jungs nicht immer. Sie sind noch klein, besuchen grade mal die 2. Klasse, aber „posen“ schon vor Beginn der Stunde, was das Zeug hält. Einer will immer cooler 😎als der andere 💪sein. Und nicht selten wird es brenzlig🤬. Ab und an konsultiere ich meine großen Sohn frage ihn, ob die Poserei bei den Jungs so üblich ist. Er bestätigte: „Bei uns war in der Umkleidekabine immer die Hölle los“ Er fand es lustig, ich nicht.
Richtig brenzlig wurde es, als einer der kleinen Poser dem anderen sagen wo es lang geht. Aber der andere Poser gehörte zu der Gruppe : „Ich lass mit von dir gar nichts sagen“. Damit war die nächste höre Ebene der Poserei erreicht. Erst wurde es laut, dann noch lauter, darauf folgte hystereisches Kreischen, weil die Stimmbänder einen lauteren Brülle nicht mehr standhielten. Bevor ich mich versah, flogen schon mal verbal die Fetzen, garniert mit Kraftausdrücken, die es ins sich hatten und ich hier besser nicht wiederhole. Als ich um zu schlichten in das Gefecht einschreiten wollte, verschwand einer in die eine und der andere in die andere Richtung.
Okay, dann musste ich die beiden Streithähne allein „abarbeiten“. Bevor ich das 1. Gespräch beginnen konnte, schoß der Junge noch eine ganze Salve von Fluchwörtern ab. Wahrscheinlich hat der das Temperament seines vater, der aus Kuba stammt, geerbt. Ich fragte mich, woher der Kleine diesen Fundus an Flüchen aufbauen konnte. Wenn er seinem Gegenüber damit eingeseift hat, dann ist es kein Wunder, dass der andere ins Kreischen kam. Und der andere – ebenfalls ein Zweitklässler – kann in aufgeregten Zustand nicht flüssig sprechen und kommt ins Stottern. Das kann seine Wut gesteigert haben. Aber es gelang mír, den einen sowie den anderen zu beruhigen. Sie verließen friedlich die Sporthalle.
Jetzt noch ein paar Herbstbilder der letzten Tage.





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